(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich Aktiengesellschaft und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich Aktiengesellschaft und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.

Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.

In Großbritannien wurde im Berichtsjahr eine Sonderzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Höhe von 25 Mio. € geleistet.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.

Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche u. a. aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und biometrisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.

Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:

Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne:

Der Bilanzbetrag ist ausschließlich im Bilanzposten „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ enthalten.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes:

Die sonstigen Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes im Jahr 2007 resultieren im Wesentlichen aus der gemäß IAS 19 erstmals erforderlichen Hinzurechnung der bei der Jungheinrich AG, Hirschthal (Schweiz), bestehenden Pensionspläne.

Planvermögen

Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.

Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die zum 31. Dezember 2008 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen. Der zum Bilanzstichtag im Portfolio enthaltene Bestand an liquiden Mitteln wird zu Beginn des Jahres 2009 in festverzinsliche Wertpapiere investiert.

Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.

Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.

Portfoliostruktur des Planvermögens auf Basis der beizulegenden Zeitwerte:

Die ausgegliederten Pensionsfonds enthalten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent).

Entwicklung des Planvermögens:

Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Berichtsjahr enthalten eine Einmalzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 25 Mio. €.

Die sonstigen Veränderungen des Planvermögens im Jahr 2007 resultieren aus der gemäß IAS 19 erstmals erforderlichen Hinzurechnung der bei der Jungheinrich AG, Hirschthal (Schweiz), bestehenden Pensionspläne.

Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 3,9 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Zusammensetzung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:

Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 1.537 T€ (Vorjahr: 5.073 T€).

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.

Fünfjahresübersicht:

Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt der Unterschied zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen zum 31. Dezember können der folgenden Tabelle entnommen werden:

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