(11) Ertragsteuern


Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

Die Minderung des Aufwandes aus effektiven Steuern in Deutschland ist im Wesentlichen auf die Senkung des Gesamtertragsteuersatzes 2008 auf 30,0 Prozent zurückzuführen (Vorjahr: 38,7 Prozent). Der latente Steueraufwand in Deutschland 2008 ist gegenüber dem Jahr 2007 deutlich geringer, weil die Folgen der Steuersatzsenkung bei den latenten Steuerpositionen bereits zum Jahresende 2007 zu berücksichtigen waren.

Der inländische Körperschaftsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2008 15,0 Prozent (Vorjahr: 25,0 Prozent) zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer, die seit der Unternehmenssteuerreform 2008 nicht länger die Höhe der Körperschaftsteuer beeinflusst, betrug der Gesamtsteuersatz 30,0 Prozent (Vorjahr: 38,7 Prozent).

Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent) und 35,0 Prozent (Vorjahr: 40,0 Prozent).

Zum 31. Dezember 2008 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 118 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 7 Mio. € ( Vorjahr: 7 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Ihre Reduzierung ist überwiegend auf die Nutzung von Verlusten in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktivische latente Steuern in Höhe von 22,1 Mio. € (Vorjahr: 23,8 Mio. €) vorgenommen worden.

Bei dem Bilanzausweis der aktivischen latenten Steuern ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steueraufwand von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. € Ertrag). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.

Die aktivischen und passivischen latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden für die folgenden Bilanzpositionen:

Nach Saldierungen werden die aktivischen und passivischen latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 38,7 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.

Die Konzernsteuerquote 2008 betrug 36,8 Prozent (Vorjahr 41,1 Prozent).

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