Geschäftsverlauf
Umsatzerlöse
in Mio. €
Kennzahlen zum Geschäftsverlauf
| 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 2.145 | 2.120 |
| Produktion | Stück | 80.700 | 82.400 |
| Auftragsbestand 31.12. | Mio. € | 242 | 334 |
| Umsatz | Mio. € | 2.145 | 2.001 |
Der Jungheinrich-Konzern hat sich trotz der in der zweiten Jahreshälfte 2008 schwierigeren Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum erfolgreich behauptet und blieb auf Wachstumskurs: Das Geschäftsvolumen konnte erneut gesteigert werden. Allerdings verlief die Geschäftsentwicklung für den Jungheinrich-Konzern weniger günstig als im Jahr zuvor, da die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie im 4. Quartal 2008 massiv vom Wirtschaftsabschwung erfasst wurde. Nach einem Marktwachstum in den ersten drei Quartalen folgte im 4. Quartal und somit für das Gesamtjahr ein kräftiger Marktrückgang, dem sich der Jungheinrich-Konzern nicht entziehen konnte. Der Auftragseingang im Neugeschäft fiel stückzahlbezogen konzernweit um 8 Prozent auf 77 Tsd. Stapler (Vorjahr: 84 Tsd. Einheiten). Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 2.145 Mio. € (Vorjahr: 2.120 Mio. €), unterschritt damit aber die im Vorjahr prognostizierte Wachstumsrate, die im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet wurde. Die Produktionsleistung des Konzerns verringerte sich 2008 um 2 Prozent auf knapp 81 Tsd. Stapler (Vorjahr: über 82 Tsd. Einheiten). Als frühzeitige Reaktion auf die rückläufige Markt- und Auftragsentwicklung wurden zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage an allen Fertigungsstandorten erste Maßnahmen umgesetzt (z. B. Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten). Der Auftragsbestandswert des Neugeschäftes, der einen hohen Anteil an Logistiksystemaufträgen mit einem großen Volumen an Fremdprodukten beinhaltet, sank zum 31. Dezember 2008 auf 242 Mio. € (Vorjahr: 334 Mio. €). Entsprechend verminderte sich die Auftragsreichweite auf gut 2 Monate, nachdem sie im Vorjahr noch fast 4 Monate betragen hatte.
Umsatzerlöse nach Regionen
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Deutschland | 557 | 505 |
| Übriges Europa | 1.467 | 1.372 |
| Übrige Länder | 121 | 124 |
| Gesamt | 2.145 | 2.001 |
Der Konzernumsatz erzielte im Berichtsjahr mit 2.145 Mio. € eine neue Rekordmarke und übertraf den Vorjahreswert von 2.001 Mio. € um 7 Prozent. Die ursprünglich erwartete Umsatzsteigerung, die in einem mittleren einstelligen Prozentbereich gesehen wurde, konnte damit noch übertroffen werden. Das Inlandsgeschäft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent, während die Auslandsumsätze mit 6 Prozent weniger stark zulegten. Dadurch sank die Auslandsquote auf 74 Prozent (Vorjahr: 75 Prozent). Der Umsatz außerhalb Europas ging aufgrund des Umsatzrückganges in den USA leicht um 2 Prozent auf 121 Mio. € (Vorjahr: 124 Mio. €) zurück. Dieses Umsatzvolumen entsprach wie im Vorjahr einem Umsatzanteil von 6 Prozent.
Umsatzerlöse nach Bereichen
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Neugeschäft | 1.209 | 1.110 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 332 | 310 |
| After Sales | 604 | 581 |
| Gesamt | 2.145 | 2.001 |
Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Der größte Zuwachs entfiel auf das Neugeschäft mit einer Steigerung von 9 Prozent, gefolgt vom Geschäft mit Gebraucht- und Mietgeräten mit einem Anstieg von 7 Prozent. Dabei trug das Mietgeschäft mit einem Zuwachs von 8 Prozent etwas stärker zum Umsatzwachstum bei. Der Kundendienstumsatz, der vom weiteren Anstieg des Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen, insbesondere in Europa, profitierte, wuchs um 4 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz nahm als Folge der starken Zunahme des Neugeschäftes leicht auf 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) ab.
Kostenstruktur (lt. GuV)
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 1.552 | 1.421 |
| Vertriebskosten | 399 | 369 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 42 | 40 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 28 | 29 |
Die Umsatzkosten erhöhten sich leicht überproportional zum Konzernumsatz um 9 Prozent auf 1.552 Mio. € (Vorjahr: 1.421 Mio. €). Belastungen, die sich aus den hohen Materialpreisen, insbesondere für Stahl- und Kupferprodukte sowie für Kunststoffe ergaben, konnten bis zu einem gewissen Grad durch eine leicht verbesserte Kostenstruktur aufgefangen werden. Darüber hinaus stieg der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz auf 72 Prozent (Vorjahr: 71 Prozent) aufgrund des starken Umsatzwachstums im margenschwächeren Neugeschäft. Die Vertriebskosten erhöhten sich ebenfalls leicht überproportional um 8 Prozent auf 399 Mio. € (Vorjahr: 369 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz betrug 19 Prozent.
Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern mit 39 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €) unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Aktivierungsquote betrug nur noch 14,1 Prozent (Vorjahr: 24,2 Prozent). Dadurch erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) um über 2 Mio. € auf 42 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €).
Forschungs- und Entwicklungskosten
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 39,0 | 40,9 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 5,5 | 9,9 |
| Aktivierungsquote | 14,1 % | 24,2 % |
| Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten | 8,6 | 8,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten lt. GuV | 42,1 | 39,9 |
Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken leicht um 3 Prozent auf 28 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €).
