Börsenjahr 2008: starke Wertverluste für deutsche Aktien
Das Aktienjahr 2008 begann turbulent: Ausgelöst durch die Hypothekenkrise in den USA, die sich zur internationalen Finanzkrise entwickelte, verunsicherten die weltweit eingetrübten Konjunkturaussichten die Marktteilnehmer an den nationalen und internationalen Aktienmärkten. Massive Stützungsmaßnahmen und Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank sowie Aktionen westlicher Notenbanken zur Stabilisierung der Lage auf den Weltmärkten sorgten kurzfristig für Beruhigung. Doch immer stärker bestimmten die Sorgen über einen weltweiten Wirtschaftsabschwung das Börsengeschehen. Stark gestiegene Rohölpreise und historische Höchststände des Euro gegenüber dem US-Dollar erwiesen sich als Belastungsfaktoren. Im Herbst 2008 erreichte die weltweite Finanzkrise ihren vorläufigen Höhepunkt und stürzte die internationalen Aktienmärkte in einen nachhaltigen Abwärtstrend. Ausgelöst wurde dieser durch den Zusammenbruch einer der größten US-Investmentbanken. Zugleich drückten die Befürchtungen über einen globalen Wirtschaftsabschwung die Börsenstimmung. Rettungspakete und Zinssenkungsaktionen von Regierungen und Notenbanken beiderseits des Atlantiks sorgten nur anfänglich für Erholung. Es kam zu ausgeprägten Verkaufswellen, die durch das Bild einer heraufziehenden weltweiten Rezession verstärkt wurden. Zum Jahresende 2008 büßte der DAX mit 4.810 Punkten (Vorjahr: 8.067 Punkte) 40,4 Prozent seines Wertes ein. Noch schwächer schlossen die Nebenwerte-Indizes ab. Der MDAX erzielte mit einem Schlussstand von 5.602 Punkten (Vorjahr: 9.865 Punkte) ein Minus von 43,2 Prozent und der SDAX büßte mit 2.801 Punkten (Vorjahr: 5.192 Punkte) 46,1 Prozent seines Wertes ein.
